Dieses Jahr sind wir nicht nur das erste mal auf der CEBIT unterwegs gewesen. Wer dazu mehr erfahren möchte, kann im Übrigen gerne in den Beitrag über die CEBIT reinlesen. Wir haben auch die InnoTrans besucht, die internationale Fachmesse für Bahn- und Verkehrstechnik. Da dürfen wir als E-Mobilitäts-Magazin natürlich nicht fehlen.


E-Mobilität auf der CEBIT 2018


Im Vorhinein habe ich mich natürlich gründlich erkundigt, was auf der InnoTrans zu sehen sein wird und wie die Messe aufgebaut ist. Neben vielen bekannten, aber auch neuen Zug-Modellen sind mir die Preise ins Auge gesprungen. Um die 50€ kostet eine Tageskarte, was mehr als der dreifache Preis einer IFA-Tageskarte ist. Ui, das ist schon ordentlich.

Die Hallen

Dennoch, nichts wie hin. Am 27.09. war ich den ganzen Tag vor Ort und konnte viele Impressionen einfangen. Das altebekannte Messegelände von der Messe Berlin kenne ich schon in und auswenig, dank der jahrelangen Besuche auf der IFA. Die Hallen sind auch bekannt, und doch fremd. Ich muss zugeben, dass ich die Messe Berlin bis dato ausschließlisch für die Besuche der IFA genutzt habe. Alle anderen Messen, welche über das Jahr hinweg dort stattfinden, habe ich bisher nicht besucht. Mit der InnoTrans ändert sich dies, was auch dazu führt, dass man eben noch den Panasonic-Stand vor seinem inneren Auge hat und nun eine Halle mit ganz vielen kleinen Ständen, was leicht irritierend ist und mich die ganze Zeit in den Hallen begleitet hat. Doch in den Hallen merkt man auch, welche Zielgruppe die InnoTrans eigentlich wirklich anspricht – Kollegen, welche in diesem Bereich ihr täglich Brot verdienen. Es geht um verschiedeneste Konzepte für Ticket-Automaten, digitale Abfahrts- bzw. Ankunftstafeln, Instrumente Schienen gut schmieden zu können, Sicherheitsketten mit Kräften, welche im Haushalt nie benötigt werden. Doch darüber hinaus geht es auch um Themen, wo es für außenstehende schwer wird jedes Detail zu verstehen. So interessieren sich auch viele für verschiedene Oberflächen auf Gittern, oder intelligente Systeme – Da fällt mir ein, ein bekannten Partner haben wir da wiedergefunden: Nokia.

Das Außengelände

Spannend wurde es für den Passagier, welcher an Zugmodellen interessiert ist, auf dem Außengelände. Im Vorhinein habe ich in Erfahrung gebracht, dass unter anderem die neue U-Bahn für Glasgow, sowie die neue S-Bahn für Berlin ausgestellt sein werden.

Dies waren im Vorhinein und sind im Nachhinein meine Highlights. Doch fangen wir am Anfang an. Ausgestellt waren auf 11 Gleisen, welche an das Messe-Gelände angeschlossen sind, über 100 verschiedene Fahrzeugmodelle ausgestellt. Von Arbeitsfahrzeugen, über Güterverkehr bis hin zum Personenverkehr – Von der Straßenbahn, über die U-Bahn und S-Bahn bis hin zu Regionalzügen war alles dabei, was das Herz von Zugbegeisterten höher schlägen lässt.

 

Als Zug-Liebhaber schlägt das Herz hier auf alle Fälle höher. Für Fragen stehen jederzeit Kollegen zur Verfügung, welche ruhig und nett berichten, was Neues ausgestellt ist. Doch hier kommen wir auf den Titel des Beitrags zurück. Die Messe ist sehr beliebt und gerade der Außenbereich wird gut besucht: Sprich man kann die InnoTrans in vollen Zügen genießen. Bei der U-Bahn von Glasgow war es sogar so voll, dass man in Einbahnstraßen-System durch den Zug laufen musste.

Das Bus Display

Der dritte spannende Anlaufpunkt war das Bus Display im Sommergarten. Zugegebenermaßen ist es echt ganz interessant, dass der Sommergarten zu einer Ausstellungsfläche bei der InnoTrans umgebaut wird und (zum Beispiel) bei der IFA für Events wie Konzerte verwendet wird.

Gefreut hat mich sehr, dass ich keinen Verbrenner-Bus im Sommergarten finden konnte. Hier wurde jedoch eine Hand voll elektrische, sowie Wasserstoff-Busse vorgestellt. Gerade der Alstom APTIS hat bei mir für Aufmerksamkeit gesorgt. Der Elektrobus besitzt die Möglichkeit auch die hinteren Räder zu drehen, wodurch es sich für den Bus besonders einfach gestaltet aus engen Parklücken raus- bzw. in diese hinzukommen.

Doch auch bei den Bussen hat Busitalia (der italienische Busanbieter (ähnlich Trenitalia im Zugbereich)) bei mir für große Freude gesorgt. Busitalia hatte zusammen mit Qbuzz einen Wasserstoff-Bus mit dabei. Auch wenn es sich hierbei nicht um Elektromobilität handelt, so ist es umweltfreundliche Fortbewegung, was uns natürlich sehr freut. Bis 2020 sollen 20 solcher Busse auf den Straßen fahren, so Qbuzz.

Eine Messe, wie keine andere

Der eine Besuchertag war intensiver und spannender als die drei Besuchertage auf der IFA des diesjährigen Jahres. Neben spannenden Zügen, sowie Bussen gab es auch die Möglichkeit näher ins Detail zu sehen was die Fortbewegung der Zukunft angeht. Hier bekommt man mit, was die nächsten Jahre auf uns zukommen wird. Hoffentlich keine Verbrenner-Busse mehr und immer mehr vernetzte Züge, sowie mehr Platz in den Zügen – abgesehen von der Glasgow-U-Bahn vielleicht…

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