Für Volkswagen wird es nun ernst. Nach der Testphase startet „WeShare“ nun endlich offiziell in Berlin. Der elektrische Car-Sharing-Anbieter setzt erstmal ganz auf die Power von 1.500 e-Golfs. Erst später kommen weitere 500 e-up!s hinzu. Auch hat Volkswagen nun das Geheimnis um die Preisstruktur gelüftet, fast.


Und los geht´s

Das Geschäftsgebiet von WeShare wird anfangs nur etwa 150 Quadratkilometer des inneren Stadtgebietes von Berlin abdecken. Dies entspricht etwas weniger als der bereits vorhandenen Konkurrenz von SIXT share oder auch ShareNow. Jedoch hat Volkswagen angekündigt, dass sich das Geschäftsgebiet noch erweitern wird. Bisher fehlt durchschnittlich alles außerhalb des S-Bahn-Rings. Hier hatten wir bereits zu Anfang eine größere Abdeckung erwartet und hoffen das sich Volkswagen mit der Ausdehnung nicht zu viel Zeit lässt.

Im Juli erhöht Volkswagen die Mietgebühren von 10 Cent pro Minute (in der Testphase) auf 19 Cent pro Minute. Ab September wird es nochmal teurer. So wird es Tarife in drei Kategorien zu einem durchschnittlichen Minutenpreis von 29 Cent geben. Somit wird der Dienst auf einem ähnlichen Niveau wie SIXT share mit dem Renault Zoe (ca. 25 Cent bis 30 Cent) liegen. Im Juli entfallen jedoch auch noch die Flughafengebühren in Tegel und Schönefeld.

WeShare wird zum Laden seiner Flotte das öffentliche Ladenetz nutzen, inklusive neu entstehender Ladepunkte an 70 Filialen der Lebensmitteleinzelhändler Lidl und Kaufland. Die WeShare-Flotte soll zudem zu 100% mit erneuerbaren Energien versorgt werden. Sollten die Fahrzeuge also mal geladen werden müssen, übernimmt das noch WeShare.

Voraussetzung für die Nutzung für des neuen Car-Sharing-Anbieter ist nur der Besitz eines Smartphones und einer Kreditkarte, man muss mindestens 21 Jahre alt sein und seit mindestens einem Jahr einen gültigen Führerschein und eine Meldeadresse in Deutschland haben. Anmelden kann man sich unkompliziert auf der WeShare-Webseite.

Was noch fehlt

Leider wird es wohl noch dauern, bis man als Nutzer Gratisminuten durch Laden (ähnlich wie bei ShareNow) sammeln kann. Im „späteren Betrieb“ soll diese Möglichkeit jedoch eingebaut werden.

Auch gab es leider noch keine detaillierten Pläne für Stunden- oder Tagestarife. Vermutet wird aber, dass diese in den oben erwähnten Tarifen ab September eingebaut sind.

Über Berlin hinaus

Doch auch über die deutsche Hauptstadt hinaus hat Volkswagen mit WeShare noch einiges vor. So wird Prag als nächste europäische Stadt zusammen mit ŠKODA ins Angebot aufgenommen. Der Start soll kommendes Jahr stattfinden. In Deutschland wird Hamburg 2020 auch die elektrische Flotte erhalten.

Unsere Erfahrung

Wir konnten WeShare schon während der Testphase ausprobieren und sind begeistert. Endlich ein rein elektrischer Car-Sharing-Anbieter, der vieles richtig macht. Wer mehr zu WeShare erfahren möchte, kann gerne in unseren Videobeitrag reinschauen.