Die Studie des HONDA e hat für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Der kleine, knuffige Flitzer passt perfekt in unsere Zeit und zeigt, wie ein moderner Kleinwagen aussehen kann. Die Serienversion wird noch in diesem Jahr vorgestellt. HONDA betont aber, dass sich gar nicht mehr so viel ändern wird. Wir haben uns den Neuling ein wenig näher angeschaut.


Das Design

Das wohl Auffälligste an dem Fahrzeug ist das Design. Vor allem beim Exterieur fallen die runden Frontscheinwerfer und Rücklichter auf. Das Design schwankt irgendwo zwischen historisch und futuristisch. HONDA geht hier auf jeden Fall einen Weg, der auf sich aufmerksam macht – ähnlich wie es 2013 BMW mit dem i3 gemacht hat.

Farblich bietet der HONDA e eine Palette aus Crystal Black Pearl, Modern Steel Metallic, Charge Yellow Metallic, Crystal Blue Metallic und Platinum White Metallic. Auf den Abbildungen ist immer die Farbe Charge Yellow Metallic zu sehen. Damit wird er im Straßenverkehr definitiv nicht übersehen.

© Honda Deutschland, 2019

Auch ist der HONDA e (ähnlich wie der Audi e-tron) mit Kamera-Seitenspiegeln ausgestattet. Beim e-tron konnten sie uns bisher nicht wirklich überzeugen, mal sehen wie es beim Fahren des HONDA e aussieht. Im Gegensatz zum e-tron ist das System jedoch serienmäßig mit an Bord.

So kommen wir auch gleich zum Interieur des Fahrzeugs. Denn beim ersten Platznehmen kommt uns eines sofort in den Kopf: BYTON. Ähnlich wie der chinesische Hersteller setzt der japanische Konkurrent hier auf einen großen Bildschirm. Wenn man jedoch genauer hinsieht, sind es eigentlich fünf Bildschirme: Jeweils einer für die Aufnahmen der Seitenspiegelkameras, einer für den Fahrer und die anderen beiden für das Infotainmentsystem.

© Honda Deutschland, 2019

Das Infotainment-System

Genau dieses stellt HONDA besonders heraus. HONDA gibt an, mit dem „ausgereiften und intuitiv bedienbaren Konnektivitätslösungen“ neue Maßstäbe zu setzen.

Das schon erwähnte sich über die gesamte Fahrzeugbreite erstreckende Armaturenbrett dient als Bedien- und Schaltzentrale für sämtliche integrierten Apps und Dienste. Das Display direkt vor dem Fahrer weist eine Bildschirmdiagonale von 8,8 Zoll auf. Den größten Bereich des Armaturenbretts nehmen zwei 12,3-Zoll-Touchscreens ein.

© Honda Deutschland, 2019

Doch HONDA integriert auch einen Sprachdienst. Der Dienst nutzt künstliche Intelligenz, die mithilfe eines Kontext-Verständnisses möglichst natürliche Unterhaltungen kreieren soll und Zugriff auf verschiedenste Online-Services gewährt. Aktiviert wird der Sprachassistent mit den Worten „OK Honda“, an die sich die eigentliche Frage oder Anweisung anschließt. Ob sich der Dienst auch komplett deaktivieren lässt, hat HONDA bisher nicht angegeben. Auch ist eine Nutzung von Apple CarPlay und Android Auto möglich.

Es gibt für alles eine App – diesen Spruch hat wohl jeder schon einmal gehört und wahrscheinlich trifft der auch fast immer zu. Zumindest will HONDA dafür sorgen. Denn wie andere Elektroautohersteller bietet HONDA ebenfalls eine App für den Fernzugriff auf das Fahrzeug an. Die App bietet Funktionen wie den Zugriff auf Ladefunktionen, Klimatisierung, Informationen zum Fahrzeugstatus sowie Sicherheitsfunktionen und eine Standortüberwachung.

Der Motor und Akku

Der von HONDA verbaute Elektromotor schafft 110 kW und ein Drehmoment von 300 Nm. Damit liegt er in etwa auf dem Niveau des Nissan Leaf ZE1 (40 kWh). Der Akku fällt jedoch etwas kleiner aus. So integriert HONDA nur 35,5 kWh. Das soll nur für bis zu 200 km reichen. Nach welcher Messmethode dieser Wert ermittelt wurde, hat HONDA leider nicht angegeben.

© Honda Deutschland, 2019

Aufgeladen werden kann der HONDA e sowohl mit Typ2, als auch CCS. Die Ladebuchse befindet sich dafür versteckt unter eine Klappe auf der Motorhaube. Ähnlich wie beim Nissan Leaf wird auch hier der Ladestand per LED angezeigt.

Das Fahrgefühl

Leider konnten wir den HONDA e noch nicht Probe fahren, aber dennoch verrät HONDA, dass das erste Elektroauto des japanischen Herstellers einen sehr sportlichen Charakter aufweisen soll. Dafür wurde auch extra ein zusätzlicher Sport-Modus eingebaut. Aufgrund des Hinterradantriebs vergrößert sich der maximale Lenkeinschlag der Vorderräder, was dem HONDA e einen Wendekreis von lediglich rund 4,3 m im Durchmesser sowie eine angenehme Wendigkeit in Innenstädten ermöglichen soll.

© Honda Deutschland, 2019

Was heute nicht mehr fehlen darf, ist das One-Pedal-Driving. Auch im HONDA e wird dieses verbaut. Somit kann man allein mit dem Fahrpedal beschleunigen und verzögern. Wird das Fahrpedal gedrückt, beschleunigt der HONDA e wie gewohnt, beim Lösen des Pedals erfolgt eine automatische regenerative Bremsung.

Preis und Verfügbarkeit

Der HONDA e wurde im Frühjahr auf dem Genfer Automobilsalon 2019 als Prototyp präsentiert und feiert im weiteren Jahresverlauf sein Debüt als Serienversion, so HONDA. Ein genauer Zeitraum wurde jedoch noch nicht genannt und ein Preis ist bisher auch noch nicht bekannt.

So oder so wird der HONDA die bunte Familie der Elektroautos bereichern.