Der Verkaufsstart des SEAT Mii electric rückt immer näher. Grund genug mal einen kleinen Blick auf den Bruder des VW e-up! zu werfen.


SEAT hat Mitte 2019 bekannt gegeben, dass der Mii electric in 14 Länder 2020 an den Start gehen wird. Eines davon ist Deutschland. Der Basispreis wird bei 20.650 Euro liegen, und sich damit an dem e-up! orientieren – nur knapp 1.000 Euro preiswerter. Wie bei allen Elektroautos erhält man knapp 4.000 Euro (demnächst 6.000 Euro) „Umweltbonus“ in Deutschland. Somit ist das Fahrzeug für knapp 16.000 Euro (bzw. 14.000 Euro) zu haben. Damit zählt es zu einem der preiswertesten Elektroautos überhaupt.

Die Plattform von e-up! übernommen

© SEAT, S.A.

SEAT hat als Volkswagen-Tochter die Plattform des e-up! übernommen. Da wir den e-up! in unserem Test zu lieben gelernt haben, sind wir auf den Mii electric schon ganz gespannt, aber der Reihe nach. Denn im ersten Überblick wirkt der Mii electric weniger wie eine Variation des e-up!, sondern wie eine simple Kopie – auch die schrulligen Scheiben für die hinteren Sitze werden im Mii electric verbaut.

Äußerlich weicht der SEAT jedoch vom e-up!-Design ab – vor allem in der Front, aber der restliche Teil des Fahrzeugs vom Heck bis zum Interieur gleicht nahezu 1:1 dem e-up!.

Unter der Haube schlummert ein niedlicher 61-kW-Motor mit putzigen 212 Nm. Doch wozu mehr? Für die Stadt und den Alltag ist das doch wunderbar. Der Akku umfasst eine Kapazität von 36,8 kWh und soll laut WLTP 260 km schaffen. Geladen werden kann leider nur mit bis zu 40 kW (DC), was für den Preis wiederum aber in Ordnung ist.

Hier würden wir uns allerdings dennoch ein Upgrade-Paket wünschen, um auch mit 50, 100 oder sogar 150 kW laden zu können. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 130 km/h beschränkt, was ganz passend zur aktuellen Tempolimit-Thematik ist.

Kompakte Ausstattungslinien

Doch was gibt es überhaupt für Ausstattungslinien? Hier hat ein Hersteller mal verstanden wie Kundenfreundlichkeit geht. Es gibt nur zwei Ausstattungslinien mit jeweils fünf Paketoptionen: Garage, Easy Flex, Below Zero, Home Charge und FAST (DC-Ladung). Die CCS-Ladedose kostet nochmal zusätzlich 600 Euro, welche man allerdings auf jeden Fall bereit sein sollte dazu zu legen, weil sonst statt mit 40 nur mit bis zu 7,2 kW geladen werden könnte.

Der SEAT Mii electric ist in fünf Farben erhältlich: Deep Schwarz, Candy Weiß, Tornado Rot, Costa Blau und Tungsten Silber.

Wallbox Pulsar Plus für den Mii electric

Zum Mii electric bietet SEAT eine passende Wallbox an. Der Preis für diese wird wohl bei 900 Euro liegen. Viel mehr Infos hat SEAT jedoch bisher nicht verraten.

Unsere Meinung

Alles in allem wirkt der Mii electric eher wie eine Kopie als ein ein Bruder bzw. eine Schwester des e-up!. Das ist nicht schlecht, da uns der e-up! sehr gut gefällt, aber es ist auch schade, dass diese Möglichkeit nicht genutzt wurde. Der größte Unterschied ist die Front des Fahrzeug im Vergleich zum e-up!. Die technischen Daten sind nahezu identisch und das Interieur ist auch nahezu identisch. Daher ist wohl weniger die Frage, ob SEAT oder VW mehr oder weniger zu bieten hat, sondern eher die Frage: Welche Front gefällt einem besser?

Dennoch: Für eine Probefahrt steht der kleine Flitzer ab Mitte Februar bei den Seat-Vertragshändlern bereit. Wir wollen den kleinen Flitzer auf jeden Fall testen.