Der ID.3 steht bei uns bereits seit seiner ersten Präsentation ganz weit oben auf der Liste unserer meisterwartesten Elektroautos. Ab knapp 30.000 Euro soll der Flitzer mit 330 km Reichweite zu haben sein. Für einen Aufpreis kann die Reichweite sogar auf bis zu 550 km ansteigen. Ein Preis-Leistungs-Verhältnis, welches für deutsche Elektroautohersteller bis dato einmalig zu sein scheint. Doch nicht nur das überzeugt uns am ID.3…


ID.„DREI“, oder ID.„THREE“?

© Volkswagen AG

Wir persönlich sind immer sehr darauf bedacht die Namen der Modelle möglichst richtig auszusprechen. Doch wie sieht das bei dem ID.3 aus? „Volkswagen“ ist schließlich ein deutsches Wort. Doch „ID“ kommt aus dem Englischen. Wie wird nun als die Zahl ausgesprochen. Dank‘ sei der Werbung bzw. den Clips von Volkswagen. So wird der ID.3 scheinbar wie folgt ausgesprochen: Volkswagen ID.„Drei“. Sprich: „Volkswagen“ auf Deutsch, „ID“ auf Englisch und „3“ wiederum auf Deutsch.

Also dann, wo wir nun die Aussprache des Namens geklärt haben, kann es ja direkt zum eigentlichen Auto gehen…

Design — Nicht zu konventionell und nicht zu futuristisch

© Volkswagen AG

Design ist sicher immer eine Geschmacksache, aber wir persönlich finden, dass Volkswagen es hier geschafft hat relativ nah am konventionellen Autodesign zu bleiben und sich dennoch gleichzeitig von diesem stark genug abzugrenzen. So wirkt der ID.3 nicht mehr wie ein Verbrenner, sondern eben wie ein modernes Elektroauto. Anders als es damals der i3(s) machte, polarisiert der ID.3 deutlich weniger. Er ist schlicht eine Weiterentwicklung des Designs.

Die Front ist deutlich glatter als bei vergleichbaren Verbrenner-Modellen von Volkswagen. Und dennoch: So futuristisch und „upgespaced“ wie die erste Studie des ID.3 ist die Serienversion zum Glück nicht geworden.

Auffällig sind vor allem die (optionalen) LED-Scheinwerfer an der Front, das neugestaltete Volkswagen-Logo und die zusätzliche Lichtlinie an der Front.

Von den Maßen ähnelt der ID.3 dem e-Golf (4,26 Meter lang, 1,80 Meter breit). Somit passt es gut, dass der ID.3 der Nachfolger der Golf-Versionen werden soll. Die Räder soll es in den Varianten mit 18, 19 und 20 Zoll geben. Der Radstand selbst soll bei 2,77 Metern liegen.

Minimalismus wird zum Standard

Den bekanntesten Anfang hat sicher Tesla mit dem Model 3 und anschließend mit dem Model Y gemacht. Etwas unbekannter sind dann Hersteller wie BYTON und Co.. Doch auch der Volkswagen ID.3 ist im Innenraum minimalistisch und übersichtlich gestaltet.

1/2
© Volkswagen AG
© Volkswagen AG
© Volkswagen AG
© Volkswagen AG

© Volkswagen AG

Beginnen wir am Anfang: Durch das (optionale) Schließ- und Startsystem „Keyless Advanced“ ist das Einsteigen entspannt möglich. Hat man sich platziert, begrüßt einen das sogenannte ID.Light. Doch auch von außen zeigt sich das ID.Light. Ähnlich wie schon viele andere Elektroautos schalten sich die Scheinwerfer ein und bewegen die Lichtkegel als kleines „Hallo“ entsprechend, wenn man näher an das Fahrzeug herankommt.

Im Vergleich zu Tesla hat sich Volkswagen zwar nicht ganz so viel Minimalismus getraut, aber der Trend der aktuellen Designs gefällt uns echt richtig gut. Volkswagen hat sich entschieden neben dem Cockpit-Display (hier sollen Tacho, Akku-Stand und Navigations-Hinweise zu sehen sein) ein 10-Zoll-Touch-Display in der Mittelkonsole mit einer Hand voll Touch-Knöpfen anzubieten (hier sind die typischen Infotainment-Funktionen wie Musikwiedergabe, Navigation oder auch die Steuerung der Klimaanlage nutzbar) und ansonsten noch am Lenkrad ein paar Bedienelemente beizubehalten.

Einzig sind noch ein paar minimalistisch gestaltete Touch-Knöpfe links hinter dem Lenkrad für Licht und Front- und Rückscheibenheizung verbaut.

1/3
© Volkswagen AG
© Volkswagen AG
© Volkswagen AG
© Volkswagen AG
© Volkswagen AG
© Volkswagen AG

© Volkswagen AG

Die einzigen noch übrig gebliebenen haptischen Knöpfe liegen an der Fahrertür und dienen zur Steuerung der Fenster. Aus Sicherheitsgründen ist der Warnlichtblinker natürlich auch durch einen haptischen Knopf aktivbar. Verbaut ist zusätzlich (optional) ein Panoramadach, welches jedoch nicht gänzlich nach vorne durchgezogen ist, sondern in etwa bei der Hälfte der Vordersitze vorne endet.

Was uns riesig freut, ist, dass Volkswagen hier die Ambientenbeleuchtung (des z.B. Volkswagen e-up!) übernimmt. Hier lässt sich sogar aus einer Vielzahl verschiedener Farben wählen.

Doch noch eines stört gewaltig: Überall ist Klavierlack verbaut. Warum? Damit man schneller Kratzer und Fingerabdrücke in seinem kleinen Stromer hat? Hmmm, ziemlich schade…

Ansonsten gibt es Platz im Innenraum: Der Mitteltunnel fehlt zum Glück. Für die Beine der drei Mitfahrer hinten sollte es daher reichlich Platz geben. Der Kofferraum soll 385 Liter bieten, vergleichbar mit dem e-Golf.

Unter der Haube

© Volkswagen AG

Was bietet der ID.3 nun eigentlich technisch? Am Interessantesten ist für viele sicher die Reichweite: Hier setzt Volkswagen auf den MEB (Modularer E-Antriebs-Baukasten). Auch der später erscheinende Volkswagen ID.4 setzt daher auf das gleiche Paket. Dabei gibt es drei Ausstattungsvarianten: „PURE“ mit 45 kWh, „PRO“ mit 58 kWh und „PRO S“ 77 kWh. Beim Durchschnittsverbrauch des ID.3 soll das für die Praxis (WLTP) bedeuten: 330 km, 420 km bzw. 550 km. Der Verbrauch soll daher laut Volkswagen im Durchschnitt bei um die 14 kWh pro 100 Kilometer liegen liegen.

© Volkswagen AG

Was die AC-Ladefähigkeit angeht ist der ID.3 leider nicht herausstechend. So können mit dem 45 kWh-Akku nur mit 7,2 kW geladen werden und mit den beiden größeren Akkus wenigstens mit 11 kW. Ähnliches gilt auch für die DC-Ladefähigkeit. Der kleinste Akku unterstützt leider „nur“ 50 kW – optional gibt es hier jedoch auch die Möglichkeit auf 100 kW zu upgraden. Die beiden größeren Akkus unterstützen hingegen schon standardmäßig 100 kW. Laut Volkswagen sollen jedoch zu einem späteren Zeitpunkt auch noch Modelle mit bis zu 125 kW Ladeleistung auf den Markt kommen. Möglicherweise wird dies zu der Standard-Ladeleistung des PRO-S-Paketes.

Der Elektromotor im Heck liefert eine Leistung von 150 kW mit einem stolzen Drehmoment von 310 Nm. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch abgeriegelt und liegt bei 160 km/h. Da der Motor im Heck verbaut ist und auch die technischen Ansichten des ID.3 unter der vorderen Haube wenig Technik vermuten lassen, stellt sich hier noch die Frage: Gibt es einen Frunk? Hierzu konnten wir leider nichts herausfinden. Die Hoffnung bleibt also weiterhin bestehen.

Autonom soll der ID.3 zwar noch nicht fahren können, aber die typischen Assistenten sind natürlich mit an Bord: Spurhalteassistenten, Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung oder auch eine (optionale) Distanzregelung (ACC).

Der ID.3 in Bewegung

Auch wenn wir den ID.3 leider noch nicht testen konnten, gibt es natürlich seitens Volkswagen schon einiges an Bewegtmaterial, um von dem Elektroauto einen noch besseren Eindruck zu erhalten. Damit ihr euch diesen verschaffen könnt, haben wir hier für euch mal ein paar Clips zusammengesucht.

Volkswagen EV Check

1/3
© Volkswagen AG
© Volkswagen AG
© Volkswagen AG
© Volkswagen AG
© Volkswagen AG
© Volkswagen AG

© Volkswagen AG

Wer im Übrigen noch ein Verbrenner fährt und am Überlegen ist mit dem ID.3 auf ein Elektroauto zu wechseln, kann zur Probe die für iOS/iPadOS und Android verfügbare App „Volkswagen EV Check“ ausprobieren. Diese analysiert die aktuellen Fahrgewohnheiten und zeigt einem auf, wie es um den Ladestand oder auch die Ladedauer des Akkus steht — auf Wunsch sogar für explizite Beispielrouten und Ladepunkte. Zudem wird auch ein Vergleich zu dem aktuellen Verbrenner-Modell gezogen, welches man noch sein Eigen nennt. So können die unterschiedlichen Werte der Kraftstoffkosten und des -Verbrauchs angezeigt werden.

Software

Grundsätzlich setzt Volkswagen nach aktuellem Stand für den ID.3 auf die Automotive Cloud, welche auf Microsoft Azure läuft. Wollen wir hier mal hoffen, dass Volkswagen den Datenschutz des Microsoft-Diensts wirklich gut im Blick hat. Bisher ist das für uns der größte Nachteil am ID.3. In Kombination soll das neue Betriebssystem vw.os zum Einsatz kommen.

© Volkswagen AG

Eines der für uns spannendsten Features ist das sogenannte „AR Head-up-Display“. Dies ist zwar optional, aber eingebaut überträgt es Infos direkt ins Blickfeld der Windschutzscheibe. So soll es zum Beispiel anzeigen, wie man abbiegen muss. Die Projektion auf die Scheibe und das Fahrgeschehen auf dem Asphalt sollen dabei laut Volkswagen so aussehen, als ob sie „eins werden“ — eben ein AR (Augmented Reality)-Feature. Echt eine klasse Funktion, auf die wir gar nicht mehr warten können.

Auch wenn wir davon gar kein Freund sind, sei es hier dennoch erwähnt: Auch der ID.3 soll einen (zum Glück optionalen) Sprachassistenten namens „Hallo.ID“ anbieten.

Da seit Mitte 2019 jedes Elektroauto ein sogenanntes AVAS (Acoustic Vehicle Alerting System) benötigt, welches bei niedrigen Geschwindigkeiten eine virtuellen Fahrsound erzeugt, hat Volkswagen sogar eine Musikproduzentin (Leslie Mandoki) engagiert. Dabei entstand ein, wie wir finden, sehr sportliches Sounddesign, welches Volkswagen hier zum Anhören bereit stellt. Dabei beschleunigt der ID.3 auf 30 km/h, hält die Geschwindigkeit kurz und bremst dann wieder ab. Uns erinnert das Sounddesign an das der Tesla-Fahrzeuge und könnte so in der Praxis zusätzlich zum eigentlichen Fahren das Fahrgefühl und den Fahrspaß für den ein oder anderen deutlich steigern.

Doch leider führt aktuell die Software des ID.3 wohl zu Problemen und im Worst-Case-Scenario kann nicht einmal mehr der geplante Marktstart im Sommer gehalten werden. So soll es wohl Probleme mit der Grundarchitektur der Software geben, weil diese „zu hastig“ geschrieben worden sein soll. Dies soll dazuführen, dass sich verschiedene Systemteile selbst nicht „verstehen“ und so nicht miteinander kommunizieren können. Volkswagen spricht intern scheinbar davon, dass dies ggf. für bis zu zwölf Monate Verzögerung sorgen könnte. Da eine Verzögerung des Volkswagen ID.3 leider intern scheinbar teilweise sogar die gesamte MEB-Strategie bei Volkswagen hinterfragen lässt, versucht Volkswagen inzwischen sogar diesbezüglich mit BMW und Daimler zusammenzuarbeiten. Hier könnte ggf. eine Kooperation zwischen den drei Konzernen entstehen. Laut den letzten Berichten befindet sich Volkswagen dennoch im geplanten Zeitrahmen. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Lage entwickelt…

Produktion und Auslieferung

© Volkswagen AG

Die Produktion des Volkswagen ID.3 findet in Zwickau statt. Gestartet ist diese bereits im November 2019. Ab Herbst 2020 sollen auch in der Gläsernen Manufaktur in Dresden ID.3-Modelle vom Band laufen. Die Auslieferung selbst soll im Sommer 2020 stattfinden. So werden zuerst die Fahrzeuge der „1st Generation“ verteilt, bis dann die Serienfahrzeuge an die Kunden gehen.

© Volkswagen AG

Doch auch abseits der eigentlichen Kunden, plant Volkswagen mit dem ID.3 die e-Golf-Modelle der WeShare-Flotte sukzessive zu ersetzen. Mit etwas Glück kann man also schon sehr schnell für schmales Geld den ID.3 im Alltag nutzen. Eine clevere Aktion — natürlich auch um die Bekanntheit des Modells schneller voranzutreiben.

Günstiger als vergleichbare Verbrenner

Erst kürzlich machte Volkswagen durch eine weitere Aussage Schlagzeile. Laut Volkswagen selbst soll der ID.3 günstiger sein als vergleichbare Verbrenner.

1/2
© Volkswagen AG
© Volkswagen AG
© Volkswagen AG
© Volkswagen AG

© Volkswagen AG

Hier zusammengefasst, wie Volkswagen darauf kommt: Die Basisversion des ID.3 mit 330 Kilometern Reichweite kostet nach Abzug der Umweltprämie in Deutschland weniger als 23.430 Euro (offizielle Angabe seitens Volkswagen) und liegt damit mindestens auf dem Preisniveau vergleichbarer Modelle wie zum Beispiel dem Golf Life. Hier darf man natürlich nicht vergessen, dass beim Neukauf von Verbrenner-Autos häufig noch gehandelt und rabattiert wird. Dennoch, die Größenordnung passt.

Zusätzlich sparen ID.3-Fahrer in Deutschland rund 840 Euro im Jahr bei den laufenden Kosten, so Volkswagen. Unter anderem fällt keine KFZ-Steuer an, Ölwechsel sind nicht mehr nötig und der ID.3 wird in eine günstigere Versicherungsklasse (Klasse 17) eingestuft. Auch die Energiekosten sind niedriger.

Die kleine Schwester

1/2
© SEAT, S.A.
© SEAT, S.A.
© SEAT, S.A.
© SEAT, S.A.

© SEAT, S.A.

Wer meistens ein wenig untergeht, ist der der SEAT el-Born. Dieser gleicht dem VW ID.3 stark, da es ein Schwestermodell werden soll. So soll er ebenfalls in Zwickau produziert werden, 420 Kilometer Reichweite (62-kWh-Akku), 150 kW Motorleistung und 100 kW Ladeleistung bieten. Das Innenraumdesign ist dem des ID.3 zum Verwechseln ähnlich. Die Preisregion ist jedoch noch nicht bekannt. Also vielleicht wartet hier ein noch preiswerterer ID.3 auf uns.

Der ID.3 soll bilanziell CO₂-neutral sein

Dass Elektroautos umweltfreundlicher als Verbrenner sind, ist unumstritten. Daher nutzt Volkswagen den ID.3 im Zusammenhang mit einigen Maßnahmen, um sein Image aufzupolieren.

© Volkswagen AG

Volkswagen baut keine Akkus. Somit benötigt der Elektroautohersteller Akkus von einem Drittanbieter — in diesem Fall: LG Chem. Volkswagen und LG Chem haben sich darauf geeignet für die Produktion der Akkus nur Ökostrom zu verwenden. Dies steigert den Grad der „Umweltfreundlichkeit“ eines Elektroautos erheblich.

Bei der Produktion des ID.3 selbst, wird in Zwickau ebenfalls nur Ökostrom verwendet. Des Weiteren sollen die klimaschädlichen Emissionen, welche während der Produktion unvermeidbar sind, durch Klimaschutzprojekte ausgeglichen werden, so Volkswagen.

IONITY ist sicher jedem Elektroautofahrer ein Begriff und allen Fahrern, welche kein Elektroauto der Marken der teilnehmenden Unternehmen fahren, meiden diese Ladestationen sicher auch konsequent. Doch erwähnen sollte man, dass Volkswagen eben an diesem Projekt beteiligt ist und IONITY ausschließlich auf Ökostrom setzt. Somit lässt sich der ID.3 auch gezielt mit Ökostrom betanken.

Für Privatkunden bietet Volkswagen seit einiger Zeit Ökostrom durch „Elli“ an. Zusammen mit der Wallbox „ID-Charger“ gehört auch dies zu dem ID.3-Konzept.

Ein weiteres Thema ist das Recycling und/oder zweite Leben („Second Life“) der Fahrzeugakkus. Auch hier arbeitet Volkswagen an einer möglichst klimafreundlichen Lösung.

Ob es schlussendlich ums Image von Volkswagen geht oder nicht: Diese Maßnahmen finden wir gut und würden uns freuen, wenn sie zukünftig noch stärker ausgeweitet und auch andere Hersteller diese übernehmen würden.

Unsere Meinung

Zuerst gab es den Volkswagen Käfer, anschließend den Golf und nun soll das dritte Kapitel von Volkswagen mit dem ID.3 (daher die „3“ in „ID.3“) beginnen. Wir finden den Gedanken hinter dem Namen passend und freuen uns sehr, dass scheinbar wenigstens ein deutscher Elektroautohersteller der Elektromobilität die entsprechend nötige Aufmerksamkeit schenkt. Und dafür hat Volkswagen ein Fahrzeug präsentiert, welches für verhältnismäßig wenig Geld auf den Markt kommen soll. Nach dem Umweltbonus zahlt man also knapp 24.000 Euro für die Basisvariante mit 330 Kilometer Reichweite und erhält gewohnt hochwertige und qualitative Verarbeitung und Sicherheit eines deutschen Autos. Und nicht nur das Fahrzeug wurde bedacht, sondern eben auch der gesamte Lebenszyklus des Autos: von der Akku-Produktion über die Herstellung des ID.3 und das Laden zu Hause wie auch an öffentlichen Ladesäulen bis hin zum zweiten Leben des Fahrzeugakkus. Hier hat Volkswagen sich ernsthaft Gedanken gemacht, wie Elektromobilität funktioniert und Sinn macht.

Wirkliche Nachteile sehen wir aktuell nur in den Unmengen an Klavierlack im Cockpit, der Automotive Cloud, welche auf Microsoft Azure läuft, und der geringen AC-Ladeleistung — vor allem bei dem 45-kWh-Akku.

Und dennoch: Das Design und einige Features, wie vor allem das AR Head-Up-Display, finden wir sehr gelungen und innovativ. Und was uns vor allem freut: Anders als Jaguar, Mercedes-Benz oder die Volkswagen-Tochter Audi entschied sich Volkswagen selbst dafür das nun dritte Kapitel des Unternehmens mit einem praxistauglichen Alltagsfahrzeug in Kompaktwagengröße zu beginnen und erst mit dem ID.4 ein SUV hinterherzuschicken.

Der Volkswagen ID.3 1st in der Gläsernen Manufaktur in Dresden

Inzwischen hatten wir sogar die Möglichkeit uns den ID.3 hautnah anzusehen. Ein Test war leider noch nicht möglich, aber selbst so, gefällt er uns richtig gut. In der Praxis ist uns sofort aufgefallen, dass Volkswagen hier auf den gleichen Trick setzt, wie es BMW bei dem i3(s) ebenfalls macht. Um die Motorhaube von außen möglichst kurz wirken zu lassen, bleibt einfach im Innenraum ein großes freies Armaturenbrett. Ansonsten sieht der ID.3 in echt genauso schick und modern aus, wie er es auch auf den Bildern von Volkswagen ist. Aber der Klavierlack fällt schon arg auf.

Zusammengefasst macht der ID.3 also einen starken Eindruck. Es ist eines der Elektroautos, dessen Gesamtkonzept und Preis-Leistungs-Verhältnis die Vorfreude ungemein steigern. Und somit können wir es gar nicht erwarten, dass der kleine Stromer auf die Straße kommt – wenn da bloß nicht die Software-Probleme wären…


In eigener Sache

Möchtest du mehr News und Reviews zu den aktuellen Entwicklungen der Elektromobilität? Oder auch Kolumnen zu aktuellen Ereignissen rund um die elektrische Fortbewegung? Dann unterstütze unsere Arbeit mit einer kleinen Spende für Strom zum Laden und Schreiben. Vielleicht hast du auch Fragen oder Artikelwünsche? Dann schreib uns auf redaktion@top-zone.de oder auf Twitter.

Unterstütze uns auf