Schon 2019 musste der Dienst in Hamburg aufgeben. Und seit Mai gab es dann auch noch Gerüchte darum, das CleverShuttle das Ride-Pooling-Angebot in weiteren Städten einstellen muss. Nun ist es leider soweit. Seit Freitag fährt CleverShuttle nicht mehr in Berlin, Dresden und München.


Schade…

Noch im April diesen Jahres waren die Gründer CleverShuttles zuversichtlich nach der Corona-Krise (wann auch immer das sein wird) in der Hauptstadt Deutschlands expandieren zu können. Doch aus diesem Traum für viele wird nun scheinbar doch (zumindest vorerst) nichts.

Am 26. Juni diesen Jahres hat CleverShuttle offiziell den Betrieb an den Standorten Berlin, Dresden und München eingestellt. CleverShuttle selbst sagt dazu der „Auslöser für den Schritt ist eine strategische Neubewertung der Aktivitäten in diesen Städten, sowie wirtschaftliche Gründe.“ Laut internen Kreisen stecken hinter der Entscheidung der Deutschen Bahn wohl Sparzwänge, so soll es zumindest manager-magazin.de herausgefunden haben.

Was also nun?

Um die betroffenen Mitarbeiter kümmert sich CleverShuttle gemeinsam mit der Deutschen Bahn, die Hauptanteilseigner am Ride-Pooling-Anbieter ist. So soll den Mitarbeitern in allen drei Städten Informations- und Beratungsangebote bereitgestellt werden mit dem Ziel, die berufliche Zukunft der Fahrerinnen und Fahrer schnell wieder zu sichern. 

Der Betrieb in Düsseldorf, Leipzig und Kiel läuft normal weiter. Im Gegensatz zu Berlin, Dresden und München hat CleverShuttle an diesen Standorten bereits „starke lokale Partnerschaften geschlossen und die Entwicklung des Geschäfts ist entsprechend positiv“, so der Berliner Anbieter.

Was passiert mit meinem Guthaben?

In der Regel sollte man als Kunde schon am vergangenen Freitag eine E-Mail mit weiteren Informationen dazu erhalten haben. In dieser weist CleverShuttle daraufhin, dass gekauftes Guthaben erstattet werden kann. Dafür muss lediglich der Kundensupport über die CleverShuttle-App oder per E-Mail kontaktiert werden. CleverShuttle selbst gibt an, dass die Überweisung des Guthabens innerhalb von vier Wochen nach dem Erhalt der entsprechenden Anfrage stattfinden. Um den Vorgang zu beschleunigen weißt CleverShuttle zusätzlich noch darauf hin, dass man die Transaktions-ID, wenn man mit PayPal gezahlt hat, angeben solle oder wenn man mit Kreditkarte gezahlt hat (nur) die letzten vier Ziffern der Kreditkartennummer in der Anfrage integriert sein sollten.

Unsere Meinung

Wir waren schon im April erstaunt, dass man noch so positiv in die Zukunft des Dienstes blicke. Natürlich hatte uns das erfreut, aber so verwundert es uns auch nicht all zu sehr, dass CleverShuttle bzw. die Deutsche Bahn den Dienst nun verkleinert und sich auf die Städte konzentriert, in welchen der Dienst schon heute schwarze Zahlen schreibt. Wir können nur hoffen, dass sich die Situation nach der Corona-Krise entspannt und die Deutsche Bahn CleverShuttle dann wieder ausbauen wird, um zukünftige Dienste in den Alltag zu integrieren.


Quellen: berliner-zeitung.de, E-Mails, manager-magazin.de